Sonntag, 19. Juni 2016

You can call me Konditormeister!


Moin,

hätte mir jemand vor noch 3 Jahren gesagt, dass ich doch nochmal zur Schule gehe um meinen Meister im Konditoren-Handwerk zu machen, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Aber wie sagte Tom Hank als Forrest Gump schon so richtig: das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt! Und da ist er nun, so ganz offiziell:



Warum ich mich nach so vielen Jahren dann doch entschieden habe, diesen Schritt zu gehen, kann ich gar nicht sagen. Vielleicht lag es daran, dass es nun möglich war, die Kurse auch in Hamburg zu belegen oder auch nicht mehr nur eine Ausnahmegenehmigung zu haben, obwohl ich nur noch Kurse gebe. Bereut habe ich diese Idee aber nie! Ganz im Gegenteil. Ich habe die Schulzeit echt wieder genossen. Ob es der Fachbezogene Teil 1 und 2 war, oder den Ausbildereignungsschein (Teil4) und der betriebswirtschaftliche Teil (Teil3), die ich beide in Vollzeit gemacht habe.

Die theoretische und praktische Prüfung war schon letztes Jahr im September, aber mir fehlte noch der Teil 3, den ich erst Anfang dieses Jahres gemacht habe. Und da dann alle Scheine erst bei der Kammer eingereicht werden müssen, geprüft werden und dann noch alle Unterschriften des Prüfungsausschusses erfolgen müssen, hat es dann bis jetzt gedauert, bis der „kleine“ Meisterbrief erst jetzt im Briefkasten war – den „großen“ gibt es dann erst im Oktober, da diese in Hamburg bei einer Feier von allen Gewerken nur einmal im Jahr überreicht werden.

Da jetzt alles in trockenen Tüchern ist, kommen hier auch, endlich, die Bilder meiner Meisterprüfung:

An 4 Tagen, á 8 Stunden, musste eine Vitrine erstellt werden. Diese beinhaltet das Schaustück und 8 weiter Produkte des Konditoren Handwerks. Diese sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, aber ein Teil ist wohl in ganz Deutschland gleich: der Baumkuchen. Als Thema der Vitrine hatte ich mich für das Motto „Der Froschkönig“ entschieden (ohne Mr. Froggy geht es halt nicht).



Im einzelnen war gefordert:

eine Ladenanschnittstorte: Matcha-Dobosböden mit gekochten Himbeeren, der Fruchtfüllung einer Keylime Pies und Swiss Meringue Buttercreme mit Keylime Pie.



5 Sorten Pralinen, á 5 Stückk: Matcha Pralinen, Himbeer-Trüffel, Himbeer-Spitzen, Pistazien Schnittpralinen und Pisco Sour Trüffel



Der Baumkuchen als Präsent: mit Mr. Froggy und Blütenpasten Seerosenblätter. Abgeschmeckt hatte ich die Masse mit Limoncello



2 Marzipan Figuren und 2 Früchte/Gemüse je Sorte 4 x: Frosch, Goldfisch, Zitrone und Himbeeren



Plunder: 20 verkaufsfertige Teilchen. Ich hatte gefüllt mit Keylime, gekochten Himbeeren, Frischkäse/Himbeere und Marzipan/Himbeergeist Füllung



Tellerdessert: mit einer Sorte Cremeeise (Pistazie) und Fruchteis (Limette), angerichtet mit Himbeermousse, Keylime Creme und einem lauwarmen Zitronen Küchlein



Käsefours: 5 Sorten á 5 Stück: Pumpernickel Bagel mit Rote Beete/Meerrettich/Frischkäse, Parmesan Gugelhupf mit Ricotta/Pesto, Ziegenkäse Quiche mit karamellisierten roten Zwiebeln, Macarons mit mit Ziegenfrischkäse und Portwein-Cranberries, Pesto Crepes mit Feta/Cranberries



Teegebäck: 5 Sorten á 5 Stück: Schwarz/Weiß Gebäck (statt Kakao habe ich Matcha genommen), Zaubernüsse mit Keylime Füllung, Zitronen Mürbteig Herzen mit Eiweißspirtzglasur, Keylime Pie Taler und Macarons mit Pisco Sour Füllung



Internationale Spezialität: hier habe ich mich für eine englische Hochzeitstorten entscheiden mit einem Schweren Früchtekuchen, mit Marzipan und Fondant eingedeckt und Eiweißspritzglausur dekoriert.



Schaustück: etwas vereinfachter Mr. Froggy aus gegossenen Zucker, Seerosen aus gezogenen Zucker und einer goldenen Kugel aus geblasenen Zucker.



Schade, dass mit dem Titel auch die Schulzeit wieder um ist, da ich dort wirklich tolle Mitschüler hatte und es mir fürchterlich viel Spaß gemacht hat, mal wieder zu experimentieren, auszuprobieren und neues zu lernen.

Xxx

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